Ingrid Grumbach: Natur pur – Die Insel Juist im Winterlicht

Wetterfest muss man schon sein, wenn man sich wie Ingrid Grumbach entschließt, eine Nordseeinsel im Februar zu besuchen. Ihr Ziel war die schmale Insel Juist, die sich über 17 km Länge im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer erstreckt und von Dünenlandschaften, Salzwiesen und einem breiten Sandstrand geprägt ist. „Die schönste Sandbank der Welt“, wie die Insulaner sie nennen, ist autofrei und gilt selbst in der Hochsaison als Ort der Entschleunigung und Gelassenheit, denn das Tempo wird von Fahrrad- und Pferdekutschenverkehr bestimmt.

Was Ingrid Grumbach bei gefühlten minus 10 Grad auf Juist faszinierte, kann man ihren Bildern ansehen, die elementare Naturerfahrungen in den Fokus rücken: Horizont, Gezeiten, Lichtwechsel und Tierbeobachtungen. Bei wechselhaften Wetterlagen mit Eis und Schnee, Sandstürmen, Nebel, Sonnenschein und klarem, blauem Himmel ist ihr ein atmosphärisch dichtes Inselporträt gelungen, das Weite, Stille und Entspannung greifbar macht und „die schönste Sandbank der Welt“ auch im Winter schön sein lässt.

Text: Bärbel Koob