Das wars: Rückschau auf die Herbstausstellung 2019

Herbstausstellung 2019, Foto: Bärbel Koob

Ein überwältigendes Besucherecho fand die diesjährige Herbstausstellung der Fotogruppe Hausen am ersten Novembersonntag. Mehr als 200 Besucher schauten, verglichen und rangen mit sich, um aus 64 Wettbewerbsarbeiten zum Hauptthema „federleicht“ ihre drei persönlichen Favoriten auszuwählen. Weitere 165 Fotos auf 19 Themenwänden, darunter die internen Wettbewerbe „Treppen“ und „Hände“ boten zusätzliches Augenfutter und Gesprächsstoff. Im Rahmenprogramm sorgten 10 Tonbildschauen für beste Unterhaltung, darunter ein   außergewöhnliches Gruppenprojekt über die Alte Post in Gießen, inszeniert und vertont von Wolfgang Halder.

Sometimes im Duett: Martina Mulch-Leidich (li) und Eva Saarbourg, Foto: Bärbel Koob

Dass Bilder und Musik gute Partner sind, unterstrich auch die musikalische Überraschung, mit der der engere Vorstand um Renate Klinkel, Dietrich Wirk und Winfried Diegelmann aufwartete: Ein Live-Auftritt des Duos „Sometimes“ stimmte mit „Musik für Herz und Sinne“ auf den Höhepunkt des Abends ein.

Bürgermeister Udo Schöffmann (li) und 2. Vorsitzender Winfried Diegelmann. Foto: Gregor Wundersee

Im Anschluss daran würdigte Bürgermeister Udo Schöffmann die gelungene Veranstaltung und  die Leistung der Fotogruppe Hausen für das kulturelle Leben in Pohlheim. Die Bekanntgabe der Publikumswertung „federleicht“ mit Siegerehrung bildete den krönenden Abschluss  des  abwechslungsreichen  Nachmittags.

Blickachsen und Impressionen

Federleicht eins, zwei, drei

23 Fotografen hatten sich an dem Wettbewerb „federleicht“ beteiligt. Christa Bohnaus erhielt für ihren Beitrag „Wolke über Sylt“ 46 Besucherstimmen und erreichte damit Platz 1. Der 2. Platz ging an Heidi Winkels für ihren Beitrag „Luftig locker“, der mit 31 Stimmen belohnt wurde. Bärbel Koob erreichte Platz 3 mit 30 Stimmen für ihren Beitrag „In der Schwebe“. Da Christa Bohnaus wegen eines Auslandsaufenthalts nicht dabei sein konnte, nahm die Ausstellungsleiterin und Ehrenvorsitzende Renate Klinkel an ihrer Stelle die Siegerehrung entgegen.

Siegerehrung: v. li. Bärbel Koob, Heidi Winkels, Vizevorsitzender Winfried Diegelman und Ausstellungsleiterin Renate Klinkel mit dem Siegerfoto von Christa Bohnaus. Foto: Rudolf Dölling

Themen, Themen, Themen

Viele unserer Aktiven nutzten wieder die Gelegenheit, ihre fotografischen Highlights oder Schwerpunkte in Form von Bildkollagen als Einzel- oder Gruppenprojekt zu präsentieren. Stark vertreten war in diesem Jahr die Veranstaltungsfotografie. Zu sehen gab es   stimmungsvolle Highlights von  der diesjährigen Herbstmesse in Gießen (Renate Klinkel), Winterlichter aus dem Palmengarten Frankfurt (Rüdiger Schmid-Pfähler), ein Blick auf verblüffend lebensechte Skulpturen bei der BUGA 2019, Heilbronn (Ingrid Grumbach) und Freilichtkunst  von  der diesjährigen Skulpturenbiennale „Blickachsen“ in Bad Homburg (Ágnes Schmid-Pfähler).

Streetfotografie brachte die Graffiti in Gießen (Heidi Winkels) und das Leben in den Gassen von Venedig (Ingrid Wortmann-Wilk) in den Blickpunkt.

Tier- und Naturfotografie aus Nah und Fern war ein weiterer Themenschwerpunkt. Ein Nahziel stellte sich Bank für Bank als Biebertaler Entschleunigungsweg vor (Helga Rust). Verschiedene Libellenarten (Rosemarie & Rudi Müller) und Freund oder Feind Waschbär (Winfried Diegelmann) sowie zwei Beiträge über die Falknerei Ronneburg (Renate Klinkel, Peter Rust) ergänzten das Thema facettenreich. Was man in einem Workshop mit Lilian Safiri (Renate Klinkel) lernen kann, ließ die Herzen aller Hundefreunde höher schlagen. Global gegensätzliche Reiseziele führten den Betrachter in herbstliche Landschaften des Polarkreises (Ludmila Franz) und in die Tierwelt  des  Krüger-Nationalparks in Südafrika (Barbara & Günter Leithold).

Filmplakat zur Kurzbildschau „Was wäre, wenn …“. Foto: Bärbel Koob

Fotografische Diskussionsthemen wurden in den Beiträgen Pro Quadrat (Bärbel Koob & Rudolf Dölling) und Wolken, Strand und Meer im Gegenlicht (Winfried Diegelmann) anschaulich vorgestellt. Einen Ausflug ins Fiktionale bot die Frage „Was wäre, wenn Friedensreich Hundertwasser das Elefantenklo gebaut hätte? (Wolfgang Halder & Helmut Rühl). Weiteres Augenfutter zu diesem plakativen Denkanstoß gab es unter gleichem Titel im Rahmenprogramm.

Bewegte Bilder  Takt für Takt

Von Winfried Diegelmann  moderiert wurden im Rahmenprogramm blockweise je 5 Kurzbilderschauen gezeigt, musikalisch untermalt – teils mit, teils ohne gesprochenen Kommentar. Zu sehen waren
„Die Eremitage in Bayreuth“ von Bernd Rolshausen, „Industriedenkmal Völklinger Hütte“ von Winfried Diegelmann, „Stadt Brandenburg an der Havel“ von Rosemarie & Rudi Müller „Galapagos, ein Tierparadies“ von Christa Bohnaus, „Die alte Post in Gießen“ von Wolfgang Halder, „Mercedes, von der Kutsche zum Automobil“ von Dietrich Wirk, „Das Schiffshebewerk in Niederfinow“ von Rosemarie & Rudi Müller,  „Wer hat den schönsten Briefkasten“ von Gabi Jachimsky, „Tischgespräche“ von Kurt Walther und „Was wäre, wenn … “ von Helmut Rühl & Wolfgang Halder.

Weitere Informationen

Text: Dr. Bärbel Koob

Danksagung des 1. Vorsitzenden

Ich möchte allen, die sich in verschiedenster Art an unserer
Herbstausstellung beteiligt haben, meinen herzlichen Dank sagen!
Wir können stolz darauf sein, eine solche Veranstaltung realisieren zu können.

Helmut Rühl